Finally Work – Endlich Arbeit!

Nach einigen Tagen der Ruhe, habe ich beschlossen, mich mal wieder zu melden.

Nun ist es endlich so weit: Wir haben Arbeit gefunden!

Philipp arbeitet in einer Käsefabrik in Mona Vale! Dort ist er in der Etikettierung und der Verpackung tätig. Was er so erzählt hat, scheint diese Arbeit echt anstrengend zu sein. Man muss stets konzentriert und so schnell wie möglich arbeiten, weshalb er abends oft sehr müde ist. Er arbeitet 5 Tage die Woche hier und hilft samstags zusätzlich noch in Volkers Café aus. Sonntags hat er seinen wohlverdienten freien Tag.

Ich habe einen Job in einem Café in Palm Beach, was circa eine halbe Stunde mit dem Bus nördlich von Warriewood gelegen ist. Meine Tätigkeit hier ist sehr abwechslungsreich. Die meiste Zeit arbeite ich in der Küche, bereite diverse Gerichte (Burger, Frühstückmenüs und Sandwiches) zu. Doch ich serviere auch, räume Tische ab und spüle. Ich bin über diese Diversität sehr froh. So wird es mir nicht langweilig. In diesem Café arbeite ich sechs Tage die Woche. Die Stundenzahl variiert je nach Betrieb. Dennoch werden wir Angestellten bei schlechtem Wetter nicht nach Hause geschickt, wie es sonst üblich ist, sondern bereiten in dieser Zeit andere Dinge vor. Das ist sehr gut. Auf diese Weise kann ich eigentlich jeden Tag immer mindestens 7h arbeiten. Auch ich bin abends dann sehr müde und freue mich auf mein Bett. Letzte Woche habe ich an meinem freien Tag noch in einem Verkaufsladen in Manly ausgeholfen, um etwas Geld extra zu verdienen. Jedoch bin ich der Meinung, dass ein freier Tag pro Woche schon sein muss.

In dieser Woche haben wir auch unsere erste Bekanntschaft mit der hiesigen Fauna gemacht. Denn es hat sich eine ca. 8-10 cm große Huntsman Spinne bei uns im Haus blicken lassen. Doch kein Problem. Der Franzose hat sie kurzerhand kalt gemacht!

Außerdem hat sich noch eine ganz besondere Möglichkeit ergeben. Heute Abend werden wir auf ein Robbie Williams Konzert in Sydney gehen. Dieses kurzfristige Privileg hat uns Philipps Vater klar gemacht. Hierfür sind wir ihm sehr dankbar und freuen uns unfassbar auf den heutigen Abend.

Australien – Das Land des teueren Alkohols; Die ordentlichen Deutschen

Die letzten beiden Abende wollten Philipp und ich mal checken, was Australien so in Punkto Feiern zu bieten hat. Hierbei hat sich unsere Befürchtung bestätigt: Alkohol ist sehr teuer hier!

Am Freitagabend waren wir in der Bar „La De Da“. Hier kostete ein Bier 7$. Dabei haben wir es dann belassen. Der Abend war ganz nett und der DJ nicht allzu schlecht. Doch waren wir sehr erstaunt, als die Bar um 0:00 schloss. Wieder einmal dachten wir uns: So etwas hätte es in Deutschland nicht gegeben!

Gestern sind wir dann in den einzigen „Club“ in Mona Vale gegangen. Jedoch war hier nicht sonderlich viel los. Wie sich herausstellte, gehen die meisten Australier wohl freitagabends direkt nach der Arbeit feiern. So haben wir dort die Übertragung von Arsenal gegen Manchester City geschaut und sind danach nach Hause gegangen.

Alles in allem war dieses Wochenende also nicht sonderlich erfolgreich. Natürlich sind wir hier nicht zum feiern, sondern in erster Linie zum Arbeiten. Dennoch wollten wir ganz einfach mal was anderes machen, als abends Filme zu schauen.

Neben unseren Versuchen feiern zu gehen, waren wir natürlich nicht ganz untätig. Samstag war Putzen angesagt. So staubsaugte Philipp während ich wieder einmal spülte. Als der Australier Philipp staubsaugen sah, war er sehr verwundert: „Dieses Geräusch habe ich lange nicht mehr gehört!“ So sah es auch aus!

Am Dienstag fangen wir wahrscheinlich mit Construction Work an. Wir sind sehr gespannt und freuen uns sehr auf unser erstes selbst verdientes Geld hier in Australien! Es geht bergauf und das hat auch das Wetter mitbekommen. Strahlender Sonnenschein im australischen Winter! Wir sind froh, hier zu sein!

RSA

Heute morgen haben Philipp und ich unser RSA-Zertifikat (Responsible service of Alcohol) gemacht. Das RSA-Zertifikat benötigt man seit 3 Jahren, um in Australien Alkohol ausschenken zu dürfen. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, Staatseinnahmen zu generieren, wenn man bedenkt, dass das Zertifikat in jedem Teilstaat neu gemacht muss und es beispielsweise in New South Wales 140 AUD kostet. In anderen Teilstaaten ist es nicht so teuer.

Normalerweise dauert der Kurs 6h. Glücklicherweise hatten wir einen sehr coolen Kursleiter. Er reduzierte die Zeit auf 3,5h inklusive einer 45minütigen Lunchpause. Trotzdem wurden uns alle wichtigen Bestandteile erläutert und wir haben den Test bestanden – vielleicht auch weil er sich die Antworten nicht richtig durchgelesen hat. Doch das ist normal.

Heute Mittag waren wir noch einkaufen und haben mit den anderen Bewohnern unseres Hauses gechillt. Wir sind sehr glücklich hier. Alle sind sehr freundlich . In unserem Haus leben außer uns noch zwei Deutsche, ein Italiener, ein Franzose, ein Schweizer und ein Australier. Es ist richtig interessant mit so vielen Nationen unter einem Dach zu leben. Abends kocht immer einer von uns für alle. Heute ist der Italiener an der Reihe. Es gibt Spaghetti Carbonara. Gestern haben wir Reis mit Gemüse und Bratwurst gemacht.

In diesem Sinne: Essen fassen!

Ankunft in unserer neuen Unterkunft in Warriewood

Der letzte Beitrag ist schon bisschen her – ich weiß. Das kommt daher, dass die letzten Tage sehr stressig für uns waren:

Das Probearbeiten auf der Farm war sehr ernüchternd. Es hat sich herausgestellt, dass wir 3 Wochen lang Unkraut hätten jäten müssen. Schon nach 2,5 Stunden haben unsere Rücken so stark geschmerzt, dass wir beschlossen, weiter zu suchen. Da dieser Job oben drein nicht gut bezahlt gewesen wäre, fiel uns diese Entscheidung nicht sonderlich schwer.

So suchten wir weiter nach Jobs und fanden vergangenen Freitag eine recht ansprechende Annonce auf Gumtree (Platform, auf der man alles findet, was ein Backpackerherz begehrt z.B. Jobs, Autos, etc.). Wir riefen also bei diesem Kontakt an. Es wurde am selben Abend ein treffen in der Central Station vereinbart. Dort trafen wir auf James, einen etwas älteren und sehr netten Mann. Seine Vorfahren sind vor 200 Jahren von Deutschland nach Australien ausgewandert. Daher kann er auch ein wenig deutsch. Das Gespräch verlief sehr gut und so arrangierten wir ein weiteres Treffen für den nächsten Tag in Mona Vale (1h mit dem Bus von Sydney entfernt). Hier zeigte uns James das Haus, in dem wir jetzt mit anderen Backpackern wohnen, den nahe gelegenen Park und das Shopping Center. Danach aßen wir etwas bei ihm und er zeigte uns die frei lebenden Vögel in seinem Garten. Er brachte uns in ein Café, das einem ehemaligen deutschen Backpacker gehört. Dort begannen wir mit unserer White Card. Diese benötigt man um in Australien auf dem Bau arbeiten zu dürfen. Gegen Abend fuhren wir dann sehr zuversichtlich nach Hause. Über das Wochenende stellten wir unsere White Card fertig. Gestern waren wir noch im Royal Botanic Garden von Sydney, von welchem man den bekannten Fotoblick auf die Habour Bridge und das Opera House hat.

Heute sind wir in besagtes Haus eingezogen. Unser Eindruck ist sehr positiv. Es gibt WLAN, die Räume sind relativ sauber und wir leben in einer schönen Lage. James wird nun hier in der Umgebung Arbeit für uns suchen. Wahrscheinlich wird es Construction Work (Bau). Da kann man gutes Geld verdienen, was wir für unsere Reisezeit gut brauchen können. Nebenbei werden wir noch das RSA machen, was benötigt um Alkohol ausschenken zu dürfen, sodass wir auch in der Gastronomie arbeiten können.

Der Grundstein ist gelegt. Hoffentlich finden wir bald Arbeit. Wir sind zuversichtlich, froh und gespannt, was die nächsten Tage mit sich bringen.

 

Im Zug nach Bargo

Gerade sitzen Philipp und ich im Zug nach Bargo. Dort ist eine Farm, deren Inhaber uns gestern zum Probearbeiten eingeladen haben. Über das AIFS-Büro sind wir zu diesem Job gekommen. Die Mitarbeiter kümmern sich sehr gut um uns Backpacker. Auch deswegen sind wir sehr froh, dass wir dieses Abenteuer mit einer Organisation angetreten sind.
Jetzt sind wir gespannt, was uns auf der Farm erwartet und ob wir den Job bekommen. Wir werden auf jeden Fall alles geben!

Auf dem Weg zurück nach Sydney

Nachdem wir die letzten vier Tage Surf Camp waren, sitzen wir jetzt im Bus nach Sydney.

Die Zeit im Surf Camp war sehr schön. Wir haben viele neue Leute kennen gelernt, die alle sehr nett sind. Gerade hier ist uns bewusst geworden, wie viele deutsche Backpacker in Australien sind. Wir hatten jeden Tag zwei Surfstunden, die wir jedoch nicht immer aufgrund muskulärer Ermüdungserscheinungen wahrnehmen konnten. Surfen ist doch nicht so einfach, wie es aus sieht und oben drauf noch sehr anstrengend. Zu Beginn haben wir uns den kleinen gebrochenen Wellen gewidmet. Es hat zwar ein wenig gedauert, doch wenn man dann den Bogen raus hatte, kam man relativ leicht auf’s Brett. Dann haben wir die größeren ungebrochenen Wellen in Angriff genommen. Doch um diese zu erreichen, müsste man erst die kleineren überwinden. Hierin besteht die Schwierigkeit. Der Vorgang des Hinauspaddelns erfordert sehr viel Geduld und Muskelkraft, da die Wellen einen immer wieder zurück drängen. Das Erfolgsgefühl war dafür um so größer. Außerdem waren wir noch Raften und haben viele Kangaroos gesehen.

Jetzt hat die Jobsuche oberste Priorität. Dazu fahren wir nach Sydney, weil wir glauben, dass wir dort ganz gute Chancen haben. Außerdem können uns die Leute von AIFS vor Ort besser helfen. Wir sind gespannt, was uns dort erwarten wird und hoffen, dass wir bald einen Job finden.

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Philipp und ich am Strand
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Blick vom Camp auf den Strand bei der Ankunft
Blick vom Strand auf das Camp
Blick vom Strand auf das Camp